• Weinetiketten sind teilweise sehr fantasievoll, manchmal edel oder dann wieder ganz einfach. Was lässt sich alles aus einem Weinetikett herauslesen und wie sind diese Informationen zu bewerten?

    BildSchweiz, 15.11.2021 – Die Qualität eines Weins lässt sich manchmal schon am Etikett erkennen.

    Kann man eigens am Etikett einen guten Wein erkennen? Die häufigste Antwort darauf dürfte sein: Nein, dafür muss man den Wein probieren. Natürlich hilft es, einen Wein zu probieren, um seine Güte zu beurteilen. Beschäftigt man sich etwas mehr mit den Informationen auf einem Etikett, ist man allerdings überrascht, was sich da schon alles herauslesen lässt. Was muss eigentlich auf einem Etikett stehen? Was steht häufig noch darüber hinaus auf Etiketten? Und was bedeuten diese Informationen?

    Woran erkennt man guten Wein?

    Blumig, vollmundig, guter Abgang, fruchtig, spritzig, mit Aromen von Kirschen, nicht zu spitze Säure: das sind nur einige der häufig verwendeten Beschreibungen für Wein. Davon steht auf dem Etikett zumeist nichts. Schaut man sich einen Wein an, sticht den meisten wahrscheinlich zuerst die Form der Flasche ins Auge, gefolgt von der Farbe. An der Farbe eines Weins lässt sich so einiges ablesen, doch wir richten unseren Blick direkt auf das Etikett.

    Eine Angabe, die selbstverständlich scheint, ist der Alkoholgehalt. Die meisten nehmen diese Information kaum wahr, vielleicht, weil man der Meinung ist, das wäre bei allen Weinen ähnlich. Weit gefehlt, bereits hier zeigen sich deutliche Unterschiede. Tatsächlich schwankt der Alkoholgehalt in der Regel zwischen 9 und 15 Prozent. Ein hoher Alkoholgehalt beispielsweise lässt darauf schließen, dass der Wein aus sonnenverwöhnten Trauben gekeltert wurde und mitunter aufgrund seines Alkoholgehalts tendenziell längerfristig gelagert werden kann.

    Weiterhin kann ein hoher Alkoholgehalt für einen guten Aromatransport sprechen. Nicht zuletzt mildert ein hoher Alkoholgehalt die Säure im Wein. Andererseits weist ein niedriger Alkoholgehalt auf einen leichteren, spritzigeren Wein hin, den man gerne an einem schönen, warmen Sommerabend trinkt.

    Jahrgang und Herkunft

    Diese Bezeichnungen auf einem Etikett sind essentiell und liefern – zusammen mit der Sorte – die aufschlussreichsten Angaben. Hier ist ein scharfer Blick von besonderer Bedeutung, denn nicht immer sind die Angaben hier klar, eindeutig und damit aufschlussreich. Erfährt man konkret, aus welchem Jahr der Wein stammt und was genau Herkunft und vielleicht gar die Anbaulage ist, sind dies durchaus wichtige Beurteilungs- und damit Entscheidungskriterien.

    So hat jemand beispielsweise gute Erfahrungen mit Weinen bestimmter Herkunft gemacht, und trinkt bevorzugt Weine aus Kalifornien, Südafrika, Frankreich, oder aus einer bestimmten Gegend wie z.B. das Chianti oder das Rhonetal, oder gar von einem bestimmten Weingut, mit dem er bereits gute Erfahrungen gemacht hat.

    Da in vielen Anbaugebieten die klimatischen Begebenheiten über die Jahre signifikant variieren können, kann auch der Jahrgang einen spürbaren Unterschied hinsichtlich der Qualität und auch der Geschmacksausprägung machen. Die Kombination aus Herkunft und Jahrgang gibt also bereits einen guten Hinweis, auf die Art und die Qualität des Inhaltes. Fügt man hier noch die Information zur Rebsorte hinzu, hat man bereits ein ganz gutes Bild, was einen erwartet.

    Prädikats- oder Qualitätswein

    Tafelwein, Qualitätswein, Landwein, Kabinett, Reserva, was denn nun? Die Qualitätsbezeichnungen scheinen dem ungeübten Betrachter manchmal sehr verwirrend. Dabei sind diese Klassifizierungen, wie man sie nennt, in den meisten Wein-anbauenden Ländern tatsächlich gesetzlich geregelt und damit eine sehr wichtige Orientierung hinsichtlich der Qualität des angebotenen Weins. Ein grösserer Teil der so klassifizierten Weine verkörpern eine bereits gehobene Stufe und sind grundsätzlich schon mal ein guter Griff.

    Wer noch sicherer gehen will, erkundigt sich nach den Abstufungen solcher Klassifizierungen und wählt sich dann den passenden Wein für den geplanten Anlass aus. Auch Stempel oder Symbole können ein Qualitätsmerkmal oder gar eine Zertifizierung belegen. Am Beispiel eines Chianti Classico wäre die Klassifizierungs-Abstufung wie folgt:

    Chianti Classico DOCG
    Chianti Classico Riserva DOCG
    Chianti Classico Gran Selezione DOCG

    Viele der im Chianti angebauten Weine schmücken das Etikett auch mit einem schwarzen Hahn (Gallo Nero), welcher, wie auch das DOCG-Band am Flaschenhals die geografische Herkunft und weitere Qualitätsmerkmale bestätigt.

    Weinlagerung und Weintemperierung

    Es ist in der Tat faszinierend, was man alleine durch einen geschulten Blick auf das Wein-Etikett herausfinden kann. Das alles kann aber nur Sinn machen, wenn man den gekauften Wein dann auch in korrektem Klima lagert und später auf der für den spezifischen Wein passenden Temperatur trinkt. Der Spezialist für Weinlagerung und Temperierung ist die Schweizer SWISSCAVE AG, ein Unternehmen von Weinliebhabern, das sich auf die Herstellung professioneller Weinkühl- und Weintemperierschränke spezialisiert hat. Hier gibt es weitere Informationen für Weinliebhaber: https://swisscave.ch/

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    Wein Etiketten sind viel mehr als nur schönes Design

    veröffentlicht am 15. November 2021 in der Rubrik Presse - News
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