• Im Lock-Down nehmen Spieler zunehmend an illegalen Online-Glücksspielangeboten teil. Der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) sieht die Erfüllung des Kanalisierungsauftrags in Gefahr.

    BildDas terrestrische Glücksspiel steht still. Zum Schutz der Gesundheit sind alle Spielhallen im Land seit dem 17. März 2020 geschlossen, der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Der virtuelle Sektor hingegen blüht auf. Anbieter illegaler Online-Glücksspiele nutzen die Schließungen des legalen Angebots mit verstärkter TV- und Radiowerbung in zunehmend aggressivem Stil. Der Bayerische Automaten-Verband e.V. (BAV) sieht die Erfüllung des vom Staat gestellten Anspruchs zum Jugend- und Spielerschutz sowie die Kanalisierung und Kontrolle des Spieltriebs in Gefahr.

    Homeoffice, Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust – in der Corona-Situation sind viele Menschen mit Sorgen, Einsamkeit und Isolation konfrontiert. Gerade diese soziale Distanzierung birgt jedoch eine erhöhte Gefahr, in ungeschützte, illegale Online-Angebote abzutauchen. Immer mehr Menschen, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ihre Zeit zu Hause verbringen, nehmen am Online-Glücksspiel teil. Anbieter nutzen den Lock-Down gezielt und werben zu allen Tageszeiten. Oft in aggressiver Form, mit zusätzlichen Spielanreizen und fragwürdigen Werbebotschaften wie „Langeweile durch Isolation? Jetzt Online spielen“ oder „garantiert coronafreies Angebot“.

    Die Risiken liegen auf der Hand: Diese illegalen Angebote unterliegen keiner Sperrzeit und sind rund um die Uhr (24/7) verfügbar. Es greifen keinerlei soziale Kontrolle und kein Spieler- und Jugendschutz. Weder in Form von Gewinn- und Verlustschranken, fachkundiger Betreuung durch qualifiziertes Personal oder Gesetzen zu Alkohol- und Nikotinkonsum. Eine gefährliche Steilvorlage für ein hohes Suchtgefährdungspotenzial.

    Andy Meindl, 1. Vorsitzender Bayerischer Automaten-Verband e.V. (BAV): „Der BAV unterstützt alle politischen Initiativen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Bayern und leistet hierzu verantwortlich und konsequent seinen Beitrag. Große Sorge bereitet uns jedoch, dass wir aktuell unseren vom Staat gestellten Kanalisierungsauftrag, den natürlichen Spieltrieb in geordnete Bahnen zu lenken, nicht erfüllen können. Gleichermaßen den an uns gestellten Anspruch des Staats zum Jugend- und Spielerschutz. Um diese Ziele zu erreichen, appellieren wir an die Entscheidungsträger und erachten eine zeitnahe Öffnung der legalen und streng geregelten Spielangebote als notwendig.“

    Hinsichtlich einer erfolgreichen Exit-Strategie hat der BAV das „Infektionsschutzkonzept Covid 19-2020 für Spielhallen“ erarbeitet. In ihm sind zahlreiche Maßnahmen zum maximalen Schutz der Spielgäste sowie des Service-Personals definiert. Von der Hygiene über die Steuerung des Zutritts bis zur Nutzung der persönlichen Schutzausrüstung. Zudem bietet der BAV in Selbstverpflichtung für die Dauer der Pandemie eine Vielzahl neuer Regelungen an, durch die verstärkte Sicherheit vor einer möglichen Ansteckung gewährleistet wird, u.a. eine Reduzierung des Spielangebots: Spiele wie Darts, Billard, Flipper etc. bleiben außer Betrieb, beim Glücksspiel am Automaten bleibt der Einzelne allein.

    Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

    Bayerischer Automaten-Verband e.V.
    Herr Andy Meindl
    Bahnhofstraße 2
    84524 Neuötting
    Deutschland

    fon ..: + 49 8671 – 9287440
    web ..: https://www.bavev.de
    email : info@bavev.de

    Der Bayerische Automaten Verband e.V. setzt sich in Bayern seit über 60 Jahren mit größtmöglichem Engagement für die Interessen der Aufstellunternehmer des gewerblichen Automatenspiels ein. Unter den Mitgliedsunternehmen befinden sich alle Betriebsgrößen. Die Mitglieder erhalten vom Landesverband fachliche Unterstützung zu einer Vielzahl von Themen, z.B. Ausbildung oder Sozialkonzept. Auch die politische Interessenvertretung ist ein essenzieller Baustein der Arbeit des BAV. Die juristischen Rahmenbedingungen müssen dem Unternehmer ein erfolgreiches wirtschaftliches Handeln ermöglichen. Dafür setzt sich der BAV, als gewählter Vertreter der organisierten Aufstellerschaft in Bayern, täglich ehrenamtlich ein. Er pflegt den kontinuierlichen Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, steht im Dialog mit Mitarbeitern der Behörden und Verwaltungen und unterstützt die Mitglieder beim Verfassen von Anschreiben sowie bei Gesprächsterminen.

    Pressekontakt:

    DOORS OPEN
    Frau Judith Berkemeyer
    Bahnhofstraße 43
    82340 Feldafing

    fon ..: +49 157 71 73 35 91
    web ..: https://www.doorsopen.de
    email : presse@doorsopen.de


    Disclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.


    Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht der Betreiber von Informieren.eu verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. Weitere Infos zur Haftung, Links und Urheberrecht finden Sie in den AGB.

    Sie wollen diese Informationen verlinken? Der Quellcode lautet:

    Pandemie: BAV sieht Erfüllung des Kanalisierungsauftrags in Gefahr

    veröffentlicht am 30. April 2020 in der Rubrik Presse - News
    Dieser Content wurde auf Informieren 0 x angesehen • Content-ID 76645