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Die Nichtregierungsorganisation International Blue Cross fordert bessere Alkoholgesetzgebung vor Allem für Entwicklungsländer
„Menschen in Afrika werden im Vergleich zu anderen Regionen weltweit am meisten durch Alkohol geschädigt – gesundheitlich, sozial, ökonomisch. Ohne eine bessere Politik und Gesetzgebung werden afrikanische Staaten zunehmend Schwierigkeiten haben, den durch Alkohol verursachten Schaden in ihren Gesellschaften zu begrenzen. Anders als in industrialisierten Ländern gibt es kaum Ressourcen für die soziale und gesundheitliche Versorgung“. So äußerte sich Anne Babb, Generalsekretärin des International Blue Cross (IBC) beim zweiten Forum zu Alkohol, Drogen und Suchtverhalten der Weltgesundheitsorganisation vom 27. – 28. Juni 2019 in deren Hauptsitz in Genf. Als Dachverband mit 40 nationalen Mitgliedsorganisationen ist IBC von Bern aus weltweit tätig und setzt sich für einen besseren Schutz von Menschen vor Alkohol und Drogen ein. Laut IBC-Generalsekretärin Anne Babb sterben rund 8 000 Menschen täglich an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Beim Forum drängte die Organisation vor allem auf eine stärkere Fokussierung der Weltgesundheitsorganisation auf eine bessere Alkohol-Prävention durch effektive Gesetzgebung.
Die in der UN-Agenda 2030 vereinbarten Nachhaltigen Entwicklungsziele etablieren die Prävention und Behandlung von Substanzmissbrauch explizit als Ziel. Alkoholkonsum als Hindernis für gesellschaftliche Entwicklung ist oft unterschätzt. „Die Erreichung von zwölf der insgesamt 17 UN-Entwicklungsziele wird durch die gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Schäden, die der weltweite Alkoholkonsum verursacht, beeinträchtigt“, gibt Anne Babb zu bedenken.
IBC befürwortet die Unterstützung nationaler Regierungen durch die Weltgesundheitsorganisation in der Verabschiedung und Implementierung evidenzbasierter Alkoholgesetze wie z.B. eines Mindestalters für den Erwerb alkoholischer Produkte, der Regulierung von Marketing und Werbung und einer verbesserten Preispolitik. Vor allem in Entwicklungsländern fehlten solche Gesetze oder werden nur unzureichend angewendet – allzu häufig auch bedingt durch den Einfluss der globalen Alkoholindustrie, die ihre Marktchancen in den ärmeren Ländern entdeckt hat.Kontakt:
Anja Tuchtenhagen, Öffentlichkeitsarbeit IBC
a.tuchtenhagen@internationalbluecross.org
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Alkohol-Forum 2019 in Genf: Im Einsatz gegen Alkoholmissbrauch weltweit
veröffentlicht am 2. Juli 2019 in der Rubrik Presse - News
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Alkohol-Forum 2019 in Genf: Im Einsatz gegen Alkoholmissbrauch weltweit
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