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Arizonas Kupferunternehmen drücken aufs Tempo: Große Bohrprogramme, Machbarkeitsstudien und neue Technologien sollen die Produktion des Industriemetalls rasch hochfahren.
Der Kupferproduzent und Projektentwickler Gunnison Copper (ISIN: CA4028801088, WKN: A40TP4) arbeitet mit Hochdruck am Gunnison-Projekt im US-Bundesstaat Arizona. Die metallurgischen Bohrungen in der Lagerstätte Gunnison wurden abgeschlossen, jene in der Lagerstätte Strong & Harris gestartet und Bohrkerne zur Analyse ins Labor geschickt. Im aufgestockten Säulenlaugungsprogramm laufen derzeit 68 von 405 Versuchen.
Gunnison Copper beschleunigt Bohrprogramm
Ab September sollen sechs statt bislang zwei Bohranlagen zum Einsatz kommen. Auf dem Plan stehen 120 Bohrungen über 42.000 Meter. 15 Mio. USD wurden dafür reserviert. 36 Bohrungen betreffen metallurgische Arbeiten, 84 Bohrlöcher dienen zur Erweiterung und Hochstufung von Ressourcen.
Gunnisons übergeordneter Plan: Mehr Kupfer produzieren – und zwar so rasch wie möglich. Damit ist das Unternehmen in dieser Gegend derzeit kein Einzelfall: Arizona entwickelt sich in diesen Tagen zum Zentrum der US-amerikanischen Kupfer-Renaissance. Die USA sind bislang stark von Importen bei dem Industriemetall abhängig, das als limitierender Faktor für die Megatrends KI, Elektrifizierung und Rüstung gilt. Die Importabhängigkeit soll enden – und Arizona spielt dabei eine zentrale Rolle.
In dem Bundesstaat befinden sich große Ressourcen. Die prominenteste Lagerstätte ist Resolution Copper – ein JV der beiden Konzerne BHP und Rio Tinto. Resolution Copper gilt als eine der größten unerschlossenen Kupferressourcen der Welt; Studien schätzen den durchschnittlichen Kupfergehalt auf etwa 1,5 %. Bei einer erwarteten Betriebsdauer von bis zu 40 Jahren könnte die Mine bis zu 18 Milliarden Kilogramm Kupfer fördern und bis zu 25 Prozent des US-amerikanischen Kupferbedarfs decken.
Ivanhoe Electric vor EXIM-Darlehen
Doch die Dynamik in Arizonas Kupfersektor beschränkt sich nicht auf das XXL-Projekt, dessen Realisierung unter der Regierung Trump deutlich näher gerückt ist. Ivanhoe Electric (ISIN: US46578C1080, WKN: A3DNSS) steht kurz vor einem auf 1,1 Mrd. USD aufgestockten EXIM-Darlehen, also einem staatlich unterstützter Kredit der US-Export-Import-Bank für sein Projekt Santa Cruz, das zu den wichtigsten im Portfolio zählt. Im September will das Unternehmen eine aktualisierte vorläufige Machbarkeitsstudie für das südöstlich von Phoenix gelegene Vorhaben fertigstellen. Santa Cruz soll derzeitigen Annahmen zufolge 72.000 Tonnen Kupfer pro Jahr zu Cash-Kosten von 1,32 USD pro Pfund (lb) produzieren.
BHP (ISIN: AU000000BHP4, WKN: 850524) startete im August zwei Pilotprojekte mit dem MIT-Spin-off SiTration. Die Verwertungstechnologie des Start-ups soll die kontinuierliche, autonome Kupferproduktion aus Altbergbauwasser ermöglichen. Das Verfahren wird am Copper Cities-Standort von BHP getestet. Copper Cities ist eine historische ehemalige Kupfermine, die von den 1950ern bis in die frühen 1980er Jahre in Betrieb war und fast 400.000 Tonnen Kupfer produzierte.
BHP startet Pilotprojekt für Kupfer aus Altwasser
SiTration hat eigenen Angaben zufolge in Labortests mit realem Rohmaterial vom Standort bereits die Produktion von Kupfer der LME-Qualitätsstufe A demonstriert. Demnach liegt der Energieverbrauch für die Kupfergewinnung aus dem verdünnten Altbergbauwasser ohne den Einsatz von Chemikalien und die Entstehung neuer Abfallprodukte unter 3-4 kWh/kg.
An der Gewinnung von Kupfer aus alten Bergbaustandorten ist auch Gunnison Copper beteiligt. Im Jahr 2025 startete die Kupferproduktion in der Johnson Camp Mine (JCM) des Unternehmens, deren Vorbesitzer den Betrieb 2010 stillgelegt hatte, weil die Erze als nicht ergiebig genug galten. JCM wird als Joint Venture mit der Rio Tinto-Tochter Nuton betrieben. Zum Einsatz kommt Nutons spezielle Laugungstechnologie.
JCM wurde im vergangenen Jahr zur ersten neuen US-Kupferquelle seit mehr als einem Jahrzehnt. Um Abnehmer für die Kupferkathoden mussten sich Gunnison und Nuton nicht lange bemühen: Amazon Web Services schloss einen zweijährigen Liefervertrag ab.
Gunnison-Projekt: Ressourcenerweiterung geplant
Auch um Abnehmer für die künftige Kupferproduktion beim Gunnison-Projekt muss sich das Unternehmen absehbar nicht sorgen. Eine PEA aus dem vergangenen Jahr taxierte die jährliche Kupferproduktion in den ersten 15 Jahren auf 174 Mio. Pfund Kupfer. Die Gesamtproduktion an Kupfer beläuft sich über eine Minenlaufzeit von 21 Jahren auf 3,2 Mrd. Pfund.
Die PEA schätzte den diskontierten Nettogegenwartswert des Projekts bei einem Kupferpreis von 5,75 USD auf gut 3,2 Mrd. USD. Allerdings soll es bei den Annahmen der Studie nicht bleiben. Sechs Bohranlagen zielen auf die Erweiterung und Aufwertung der Ressourcenbasis ab. Wir sind überzeugt, dass der Bezirk ein außergewöhnliches Potenzial für die Erschließung zusätzlicher Mineralressourcen sowie die Möglichkeit der Gewinnung von abbauwürdigen Zink- und Silbernebenproduktgutschriften bietet, sagt CEO Craig Hallworth.
Weitere Explorationserfolge haben das Potenzial, den Projektwert in Verbindung mit steigenden Kupferpreisen signifikant erhöhen. Vor diesem Hintergrund erscheint die derzeitige Bewertung von rund 150 Mio. EUR moderat. Die Aktie hatte sich nach dem Allzeithoch im Januar nahezu halbiert, konnte aber in den letzten Wochen wieder deutlich zulegen und in den zuvor bestehenden, langfristigen Aufwärtstrend zurückkehren.
Weitere Informationen zu Gunnison Copper finden Sie im Unternehmensprofil auf Miningscout.de:
www.miningscout.de/minenaktien/gunnison-copper/Unternehmen: Gunnison Copper
TSX: GCU
WKN: A40TP4
ISIN: CA4028801088
Webseite: www.gunnisoncopper.com/Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte
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Rege Aktivität: Arizona wird zum Zentrum der US-Kupfer-Renaissance
veröffentlicht am 2. September 2026 in der Rubrik Presse - News
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