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ANINOVA dokumentiert massive Missstände in einem Hähnchenmastbetrieb in Deinste. Rund 10.000 Tiere wurden anschließend zum PHW-Schlachthof nach Möckern transportiert.
Hähnchen werden grob gepackt, kopfüber getragen, in Transportboxen geworfen und teilweise sogar getreten. Danach beginnt für Tausende Tiere eine fast 300 Kilometer lange Fahrt bis zum Schlachthof: Der Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt umfangreiches Foto- und Videomaterial aus einem Hähnchenmastbetrieb in Deinste im Landkreis Stade (Niedersachsen) vor. Interne Unterlagen belegen, dass rund 10.000 Hähnchen des dokumentierten Mastdurchgangs zum PHW-Schlachthof in Möckern in Sachsen-Anhalt transportiert wurden.Möckern (Sachsen-Anhalt) /Deinste Landkreis Stade (Niedersachsen), 16.09.2026. Der Schlachthof gehört zur PHW-Gruppe, die vor allem durch ihre Marke Wiesenhof bekannt ist. Am Standort Möckern können nach Unternehmensangaben täglich bis zu 120.000 Masthähnchen geschlachtet werden. Wiesenhof-Produkte werden bundesweit über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben.
Die Aufnahmen stammen aus Februar 2026 und wurden ANINOVA Ende Juli zugespielt. In dem Betrieb in Deinste werden rund 20.000 Hähnchen gehalten. Die Bilder zeigen tote, kranke und geschwächte Tiere. Eine konsequente Separierung erkrankter Hähnchen ist auf dem Material nicht erkennbar.Besonders drastisch sind die Aufnahmen der sogenannten Ausstallung. Die Videos zeigen, wie Hähnchen unter anderem an Kopf und Flügeln gepackt und gerissen, kopfüber getragen und in Transportboxen geworfen werden. Teilweise werden Tiere wie ein Fußball getreten.
„Ich habe in den vergangenen Jahren selten einen so brutalen Umgang mit Hähnchen gesehen. Die Tiere werden gepackt, geworfen und sogar getreten – und für rund 10.000 von ihnen beginnt anschließend noch eine fast 300 Kilometer lange Fahrt bis zum Schlachthof nach Möckern“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.
Mehrere der dokumentierten Handlungen verstoßen aus Sicht von ANINOVA gegen die europäische Tierschutztransportverordnung.
Interne Unterlagen zeigen zudem, dass weitere rund 10.000 Hähnchen nach Lohne in Niedersachsen transportiert wurden. Während die Strecke von Deinste nach Lohne rund 170 Kilometer beträgt, sind es nach Möckern knapp 300 Kilometer.
„Dass Tausende Tiere über eine deutlich längere Strecke nach Sachsen-Anhalt transportiert werden, obwohl innerhalb desselben Konzerns ein wesentlich näher gelegener Schlachthof zur Verfügung steht, ist für uns nicht nachvollziehbar. Jeder zusätzliche Kilometer bedeutet weitere Belastung für die Tiere“, kritisiert Peifer.ANINOVA liegen außerdem interne tierärztliche Bestandsunterlagen vor. Darin wurden unter anderem verschimmelte Futterreste in der Fütterungsanlage und teilweise zu niedrig eingestellte Tränken dokumentiert. Zudem wurde ein Antibiotikum über das Trinkwasser beim gesamten Bestand von rund 20.000 Hähnchen eingesetzt.
Der Betrieb steht in einer Lieferbeziehung zur PHW-Gruppe und nimmt an der Initiative Tierwohl teil. ANINOVA informierte nach Erhalt des Materials die zuständige Veterinärbehörde und erstattete bei der Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige.„Die heile Werbewelt der PHW-Gruppe und Wiesenhof hat mit dem, was wir auf diesen Bildern sehen, nichts zu tun. Wer mit Tierwohl und kontrollierter Haltung wirbt, muss sich daran messen lassen, wie mit den Tieren tatsächlich umgegangen wird“, so Peifer.
ANINOVA veröffentlicht das Bildmaterial heute auf der eigenen Webseite und den Social-Media-Kanälen.
„Wer dieses System nicht unterstützen möchte, kann sich ganz konkret entscheiden: Tiere gehören nicht auf den Teller. Eine vegane Lebensweise ist der konsequenteste Weg, dieses Tierleid nicht mitzufinanzieren“, so Peifer abschließend.Weitere Informationen hier.
Foto- und Videomaterial steht für die redaktionelle Berichterstattung zur Verfügung.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschlandfon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.orgDer Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
Pressekontakt:
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Herr Jan Peifer
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Geworfen, getreten, in Möckern geschlachtet: Tierquälerei bei Wiesenhof-Zulieferer
veröffentlicht am 16. September 2026 in der Rubrik Presse - News
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Geworfen, getreten, in Möckern geschlachtet: Tierquälerei bei Wiesenhof-Zulieferer
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