• Als es für die ehemalige Bankerin Sarah Chessis zunehmend schwieriger wurde, schöne, gut geschnittene Business Kleidung zu finden, beschloss sie selbst aktiv zu werden.

    Bild„Es war nervig, in ein teures Geschäft wie etwa Armani zu gehen, um dann festzustellen, dass all die anderen den gleichen Hosenanzug tragen. Ich wollte individuelle Mode“, sagt Sarah Chessis.

    Vor drei Jahren gründete Chessis das Hongkonger Modelabel Isabella Wren, das für die optimale Passform der maßgeschneiderten Kleidung auf neueste Technologien zurückgreift. Mit einem thailändischen Software-Unternehmen entwickelte das Start-up eine wegweisende Technologie, die anspruchsvolle, digitale Schnittmuster auf Grundlage eines Algorithmus und der Maße des jeweiligen Kunden entwickelt. Laut Chessis nutze derzeit kein anderes Unternehmen diese Technik.

    Die Geschäftsführerin charakterisiert ihre Entwürfe als traditionell, aber edgy, etwa aufgrund der leuchtenden Farben, die zur Auswahl stehen, und der farbigen Elemente an Ausschnitt, Taille oder Knöpfen der Kleider oder am Revers der Jacken. Zwar gebe es viele Stoffe zur Auswahl – zum Beispiel fünf Optionen für schwarzen Krepp – wahrscheinlicher sei es aber, dass die Kunden mit den Farbkombinationen experimentieren, erläutert sie.

    Die Preise für die individuellen Kleider starten bei rund 490 USD. Trotz der Wahlmöglichkeiten bei Halsausschnitt, Ärmeln sowie bei Akzenten – derzeit in zehn Styles erhältlich – wird jedes Kleid innerhalb von 14 Tagen ausgeliefert. Für zusätzlichen Komfort sind alle Kleidungsstücke mit Stretch-Seide gefüttert. Schon bald sollen die Kunden auch in der Lage sein, sich für Hosen, Jacken und Blusen vermessen zu lassen, so Chessis.

    Mit der Geschäftsgründung ging die Entscheidung für einen Showroom auf der Staunton Street in Central einher. Hier können die Kunden ihre Maße durch einen Körperscanner ermitteln lassen. „Die Miete für ein Geschäft in dieser Gegend beläuft sich auf 200.000 USD pro Jahr. Das ist mir zu teuer und so entschied ich mich am Ende für einen Showroom. So muss ich zwar auf Laufkundschaft verzichten, aber zum Glück erhielt ich viele Empfehlungen“, sagt sie.

    Eine weitere Herausforderung bestand darin, die Kleidung passgenau anzufertigen. Nachdem man zunächst ein 3D-CAD-System verwendet hatte, das anfällig für menschliche Fehler war, entwickelte das Softwareunternehmen von Sarah Chessis eine Technologie, die sofort äußerst präzise Schnittmuster erzeugt. „Es war sehr unangenehm, wenn jemand ein drittes oder viertes Mal zur Anprobe vorbeikommen musste. An dem Tag, an dem wir das perfekte Muster herstellten, ohne Änderungen vornehmen zu müssen, weinte ich vor Freude. Nelson Mandelas Ausspruch ,Es scheint immer unmöglich, bis es erledigt wurde‘ erschien mir in diesem Zusammenhang besonders passend. Ich habe so fest daran geglaubt, dass es klappte“, sagt sie.

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    Da die Modebranche noch immer mit übermäßigen Abfällen kämpft, hat sich Chessis verpflichtet, diese zu reduzieren und zu beseitigen. „Wir haben kein Inventar – nur Stoff. Jedes Kleidungsstück wird auf Nachfrage hergestellt. Außerdem haben wir gerade damit begonnen, mit einem Digitaldrucker zu arbeiten. Dies bedeutet, dass wir fast gänzlich ohne Papier auskommen, da wir direkt auf Stoff drucken.“ Kontrolliert werde auch die gesamte Lieferkette, fügt sie hinzu.

    Die Produktionsstätte befindet sich im nahegelegenen Shenzhen. Derzeit beschäftigt Chessis zwölf Mitarbeiter. Sie ist nun auf der Suche nach Investoren, damit sie das Personal aufstocken und ihr Angebot nach dem Start ihrer Website ausbauen kann. „Wir sind auf der Suche nach erfahrenen Mitarbeitern und ich hoffe bis Mitte oder Ende nächsten Jahres rund 20 Mitarbeiter zu beschäftigen.“

    Der Geschäftssitz in Hongkong ist für Chessis mit vielen Vorteilen verbunden. „Wir sind nah am Produktionsstandort und konnten daher eine solide Produktionsplattform aufbauen.“ In Hongkong knüpfte Chessis auch ein großes Netzwerk von Markenbefürwortern. „Schon in der Anfangsphase wurde ich sehr unterstützt – die Leute haben die Marke an ihre Freunde weiterempfohlen und mich eingeladen, bei Veranstaltungen wie dem Womens Circle zu sprechen.“

    Sarah Chessis will nun auch global expandieren. Angedacht sind Showrooms in Übersee und der Gewinn weiterer Markenbotschafter. „Wir wollen im Bereich Business Kleidung für Frauen die Nummer eins werden. Gerne würden wir Facebook CEO Sheryl Sandberg ausstatten.“

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    Digitale Technik für den perfekten Sitz: das Hongkonger Modelabel Isabella Wren

    veröffentlicht am 22. August 2017 in der Rubrik Presse - News
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